Fritz-Walter-Stiftung

08.09.2017

„Fritz Walter war einfach ein feiner Mensch!“

Tolle Gäste, spannende Themen und ein unterhaltsames Rahmenprogramm: Der Fritz-Walter-Abend des Fördervereins der Fritz-Walter-Stiftung im iNovaPark in Halsenbach war ein voller Erfolg.

 

„Fritz Walter war einfach ein feiner Mensch!“ Und genau diesen Satz von Weltklasse-Organist und Talk-Gast Franz Lambert, konnten auch die rund 140 Gäste unterschreiben, die neben Musik von Schlagersänger und Lokalmatador Norman Neyer vor allem eine interessante Talkrunde erleben durften.

 

Neben Lambert begrüßte der zweite Vorsitzende des Fördervereins und Moderator des Abends, Torben Degen, noch die FCK-Legenden Harry Koch und Harald Kohr sowie den aktuellen Kapitän des Fußball-Bundesligisten Mainz 05, Stefan Bell. Außerdem überraschend dabei: Bahnrad-Olympiasiegerin Miriam Welte aus Otterbach, die spontan nach Halsenbach gereist war und, wie sie mit einem Lächeln erzählte, „innerhalb von 12 Minuten“ ausgehfertig im Flur stand um teilzunehmen am Fritz-Walter-Abend.

 

Vor allem Lambert war es, der mit Anekdoten aus vielen Begegnungen mit Fritz Walter glänzte, ganz besonders darum warb, dessen Andenken nicht zu vergessen und das Engagement des Fördervereins lobte. Der hatte mit tatkräftiger Unterstützung von Fördervereins-Vorstandsmitglied Udo Kamps eine Veranstaltung auf die Beine gestellt bei der auch über die aktuellen Entwicklungen im Sport diskutiert wurde.

 

Ein Beispiel: Ablösesummen von zigmillionen Euro. Für Mainz 05-Kapitän Stefan Bell einfach nur „unglaublich und nicht gesund!“ Der bodenständige Fußballer glänzte mit klugen, differenzierten Gedanken, auch zum Thema Fan-Gewalt und Hass im Stadion: „Die Wurzel liegt tiefer, ist in der Gesellschaft verankert. Ein Problem, das der Fußball alleine nicht lösen kann!“

Neben Bell warben auch die anderen Gäste darum, den Sport nicht den „Idioten“ zu überlassen. Vor allem der Komponist der offiziellen FIFA-Hymne Franz Lambert unterstrich das, denn er habe „in hunderten Stadien auf der ganzen Welt bislang nur friedliche Stimmung erlebt. Traumhaft!“

Weniger traumhaft allerdings geht es dem 1. FC Kaiserslautern, dem Heimatverein Fritz Walters. „Aktuell“, so Harald Kohr, „fehlt dem Verein einfach die Konstanz.“ Was auch Stefan Bell, eigentlich Mainzer Rivale, aber dennoch gelegentlicher Privatgast auf der Tribüne des Fritz-Walter-Stadions, bestätigte: „Wenn man junge Spieler immer wieder verkaufen muss, um finanziell über die Runden zu kommen, da ist der Aufbau eines Teams ja fast nicht möglich!“

 

Einer dieser „jungen Wilden“ ist beispielsweise Robin Koch, der Sohn der FCK-Ikone Harry Koch. Der Junior, gerade vom FCK nach Freiburg gewechselt, habe den nächsten logischen Schritt getan, so ein sichtlich stolzer Vater: „Schade, dass er diesen Schritt nicht beim FCK gehen konnte.“

Und dennoch war sich die Runde sicher: Der FCK kommt wieder. Was Bahnrad-Olympiasiegerin Miriam Welte glücklich machen würde, denn: „Ich bin ein Lautrer Mädsche, ich bin FCK-Fan, der Betze gehört einfach in die erste Liga!“

Schwierig, aber nicht unmöglich, bestätigte die einstige FCK-Abwehr-Ikone Harry Koch mit einem Augenzwinkern: „Ich war nie der beste Fußballer, aber mit Wille, Leidenschaft und Zusammenhalt sind wir immerhin Deutscher Meister geworden!“

 

Eigenschaften, die man auch dem „Kapitän für Deutschland“, Fritz Walter, zuschreibt und dessen Werte und Ideale im Mittelpunkt eines Abends standen, der als Schmankerl hochwertige Tombola-Preise für die Besucher bereit hielt. Der Erlös durch den Losverkauf geht zu hundert Prozent an den Förderverein der Fritz-Walter-Stiftung, dessen erster Vorsitzender Rainer Kessler zufrieden war mit dem Abend: „Ich freue mich, dass so viele Menschen uns unterstützen, den Menschen Fritz Walter ehren und uns helfen, sein Erbe hoch zu halten. Wir tun das jedenfalls weiter und wenn wir das mit Veranstaltungen wie dieser machen können, umso besser!“