Fritz-Walter-Stiftung

02.11.2016

Fritz Walters Werte sind und bleiben modern

Emotionale Momente bei der 12. Fritz-Walter-Gala in Mayen.

 

2016 hat sich Mayen ganz besonders herausgeputzt. Feierte die Stadt doch den 725. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte wie auch den Ehrenamtstag des Landes Rheinland-Pfalz. Am Montag, den 31. Oktober 2016 stand dann ein weiteres großes Fest im schicken Eifelstädtchen an. Die Fritz-Walter-Stiftung hatte in Kooperation mit der Veranstaltergemeinschaft Mayen (Stadt, Kreissparkasse, Wochenspiegel und MHT) zur zwölften Fritz-Walter-Gala, einer ganz besonderen Geburtstagsfeier, eingeladen.

Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Sportminister Roger Lewentz, konnte gemeinsam mit Oberbürgermeister Treis zahlreiche ehemalige Sportstars sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens begrüßen. In der Genoveva-Burg tagten zuvor Vorstand und Beirat der Stiftung. Minister Lewentz, Ministerpräsident a.D. Kurt Beck, DFB-Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge, FCK-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Nikolai Riesenkampff, FCK-Vorstandsvorsitzender Thomas Gries, die Präsidentin des Landesportbundes Rheinland-Pfalz, Karin Augustin, die beiden Präsidenten der rheinland-pfälzischen Fußballverbände Dr. Hans-Dieter Drewitz und Walter Desch, der Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner sowie der Weltschiedsrichter Dr. Markus Merk machten sich so u.a. Gedanken für den 100. Geburtstag Fritz Walters im Jahr 2020. Dann fuhr man von vielen neugierigen Blicken beäugt mit dem Original 54er-Weltmeisterschafts-Bus des Konrad-Auwärter-Museums zur Gala vor. Zu den Sitzungsteilnehmern gesellten sich dann u.a. DFB-Präsident Reinhard Grindel, 54er Weltmeister Horst Eckel, die FCK-Legenden Hans-Peter Briegel (alle ebenfalls Mitglieder des Beirates der Stiftung) und Martin Wagner, sowie FCK-Sportdirektor Uwe Stöver. Aber auch international erfolgreiche Sportler anderer Sportarten waren vertreten. Der Fechter Peter Joppich, der Speerwerfer Klaus Wolfermann und der Hockey-Spieler Peter Trump waren Gäste der Gala.

Insgesamt waren knapp 180 Gäste gekommen und genossen die zahlreichen kulinarischen und kulturellen Highlights des Abends. Gourmet Wagner lieferte einen Tag nach dem ersten Todestag von Firmengründer Jupp Wagner eine Meisterleitung der Kochkunst ab. Ein weiterer Verstorbener hätte so heute Abend Grund gehabt, auf seine Nachfolger stolz zu sein. Hinzu kamen die bereits traditionell gespendeten Fritz-Walter-Weine, das Fritz-Walter-Bier und der Fritz-Walter-Sekt.

Da Fritz Walter seiner Stiftung die Jugendarbeit zur Aufgabe gemacht hatte, begann der Abend mit dem bereits klassischen Einstieg durch einen Kinderchor. Die Sylvester Spatzen aus Mayen-Hausen hatten Fußball-Liedgut vorbereitet und wurden vom Publikum entsprechend beklatscht. Die Hofsänger brachten den Saal dann in Wallung, das Publikum honorierte dies mit Standing Ovations. Die Piks-Swing-Company begeisterte mit hochklassiger, teilweise auch mobil dargebotener, Musik. Und da man sich in der Stadt der Burgfestspiele befand wurde der unterhaltsame Moderator des Sportsenders SKY, Thomas Wagner, vom Intendanten Daniel Ris und Dramaturgin Petra Schumacher schauspielerisch ergänzt. Das „Lauterer Mädchen“ Schumacher brillierte mit ihrem echten Pfälzer Dialekt als Fritz Walters Sekretärin Renate Kehl und zog Friedrich selbst, dargestellt von Ris, wie auch das Publikum in ihren Bann. Das Idol auf diesem Weg künstlerisch in den Saal zu zaubern, wurde so ein weiteres gelungenes Experiment des oft stillen Taktgebers der Stiftung und Fritz-Walter-Freundes Hans-Peter Schössler. Und es folgte noch mehr Kultur zum Thema Fritz Walter. Ein Fritz-Walter-Portrait der Mendiger Künstlerin Andrea Montermann mit deren besonderen Fritz-Walter-Bezug vorzustellen wurde dann ebenso zum Erfolg wie dieses sehr gelungene Bild zu Gunsten der Stiftung zu versteigern. FCK-Sportdirektor Stöver wollte das Bild keinem anderen überlassen und gewann neben dem Hauptpreis der Tombola auch die Versteigerung des Kunstwerks. Als Stöver von seinen Überlegungen, das Bild in der Kabine des FCK aufhängen zu wollen, berichtete, war die besondere Aura, die noch heute von Fritz Walter ausgeht, erneut im Raum zu spüren.

Im Zentrum des Abends stand so immer wieder Fritz Walter selbst. Der erste und einzige Ehrenbürger des Landes Rheinland-Pfalz, der Ehrenspielführer des Deutschen Fußball-Bundes und des zuletzt wieder so erfolgreichen 1. FC Kaiserslautern war omnipräsent. Die vielen emotionalen Erzählungen und sehr persönlichen Anekdoten speziell der Herren Beck, Grindel, Briegel, Wolfermann und Wagner verschmolzen zu einer gemeinsamen Aussage. Fritz Walters Werte sind modern, so wie es Grindel formulierte. Sie galten in der Vergangenheit, gelten jetzt und so soll es auch in Zukunft bleiben.

Der Wochenspiegel verblüffte gegen Ende mit einer noch am Abend gedruckten Extra-Ausgabe zur Gala. Neben den Texten von Hans-Peter Schössler fanden hier einige Bilder des Abends von Peter Seydel Einzug. Ein weiteres Highlight war die Fotobox-Montage, die es den Gästen ermöglichte mit Fritz Walter auf seinen 96. Geburtstag anzustoßen.

Nach der Scheckübergabe durch DFB-Präsident Reinhard Grindel (70.000 Euro), Rainer Keßler und Paul Dillenberger (Förderverein, 20.000 Euro) sowie Magnus Scheider (Lotto Stiftung, 5.000 Euro) folgte die Verleihung der Fritz-Walter-Preise 2016 an die JSG Untere Salm und den TSV Gau Odernheim. Letztlich endete der Galaabend gegen 23:15 Uhr. Geschäftsführer Michael Desch und seinem Team war es somit erneut gelungen, einen ereignisreichen und kurzweiligen Abend in Gedenken an Fritz Walter zur großen Zufriedenheit aller zu organisieren. Die Golfer zogen sodann weiter zum Jakobsberg bei Boppard, um am folgenden Tag das fünfte Fritz-Walter-Benefiz-Golfturnier auszutragen.

 

Zum DFB.tv-Beitrag des Abends gelangen Sie hier.

 

Die Wochenspiegel-Extrablatt finden Sie hier.

 

Den Bericht der Rhein-Zeitung finden Sie hier

 

 

 

Fotos: Peter Seydel